Bei 35° am Schatten kühlt die Wassermelone
- Chiway Therapiezentrum
- vor 1 Tag
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In der heissesten Jahreszeit mögen wir gern Kühles: Salate, Birchermüesli und natürlich Glacé haben Hochkonjunktur. Unsere Verdauung ist von dieser Rohkost-Lawine nicht immer begeistert. Besonders im späteren Sommer häufen sich in der TCM-Praxis die Menschen mit Magen-Darmgrippe, schmerzhaften Durchfällen und Blähungen. Die Mitte-Organe Milz und Magen mögen nämlich auch bei heissen Temperaturen lieber Mahlzeiten, die etwas Wärme ins Innere bringen: Gegrilltes Gemüse, lauwarmer Pasta-Salat, gefüllte, geschmorte Auberginen und andere Gerichte aus der Mittelmeerküche sind dafür ideal.
Dennoch kann sich bei hohen Temperaturen im Inneren zuviel Hitze ansammeln. Typische Symptome dafür sind Schlafstörungen, innere Unruhe, schmerzhaftes Wasserlassen, dunkler Urin, Aphten, bitterer Mundgeschmack oder Halsschmerzen. Für diese Beschwerden im Hochsommer gibt es ein einfaches Rezept: Essen sie täglich ein bis zwei Schnitze Wassermelone. Die Frucht hat tolle Eigenschaften. Sie gehört zum Erdelement und ist süss im Geschmack, ihre Temperatur ist kalt, und sie wirkt nicht nur auf Milz und Magen, sondern auch auf Herz und Blase, sowie auf Leber und Nieren. Aus all diesen Organen vermag sie Hitze auszuleiten und zwar über den Urin. Dabei befeuchtet sie auch den Dickdarm und beseitigt trockene Verstopfung. Für die Diurese und den Stuhlgang sind besonders die schwarzen Kerne hilfreich, die ja meist mitgegessen werden.
Vorsicht: Wassermelone ist ein Sommergenuss – sobald es im Spätsommer kühler wird, kann sie der Verdauung wieder schaden. Leiden sie generell unter Durchfall, ungeformtem Stuhl und frieren auch im Sommer schnell, so kann die Melone wie im folgenden Rezept auch gegrillt (und damit weniger «kalt») genossen werden.





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