«Heissi Marroni» wärmen und stärken das Qi
- Chiway Therapiezentrum
- 24. Juli
- 2 Min. Lesezeit

Das kühle regnerische Herbstwetter schlägt gerne auf die Stimmung – nach dem langen Sommer muss man sich wieder an kürzere Tage gewöhnen und die warmen Pullover aus dem Schrank holen. Der Herbst bringt aber auch kulinarische Freuden mit sich: Die vielen Pilzsorten beispielsweise und den frischen «Suuser».
Besonders gesund aus TCM-Sicht sind im Herbst und Winter die Edelkastanien oder Marroni. Die stärkereichen Nussfrüchte wachsen vor allem im Süden Europas und haben lauter tolle Eigenschaften: Süss im Geschmack und wärmend für unsere Verdauungsorgane Milz und Magen eignen sie sich sehr gut zur Stärkung der Lebensenergie Qi. Wer nach zu reichlichem «Suuser»-Genuss eine etwas «schnelle Verdauung» feststellt, kann zu Marroni als Gegenmittel greifen. Sie helfen bei Müdigkeit und Erschöpfung, gereizter Magenschleimhaut und generell bei Störungen der Darmflora. Sie unterstützen Stillende bei der Milchbildung und sind ideal für Kinder.
Edelkastanien stärken aber auch das Yin und das Yang der Nieren. So werden erhöhte Harnsäurewerte positiv beeinflusst. Da die Nieren-Energie in der TCM nicht ausschliesslich das Organ, sondern generell die unteren Partien des Körpers meint, helfen Marroni auch bei Schwäche in den Beinen und dem unteren Rücken.
Besonders geröstet wirken Kastanien auch trocknend. Bei angesammelter «Feuchtigkeit» Verdauungstrakt (s. Kartoffel) oder allgemein bei rheumatischen Schmerzen, die im Herbst und Winter schlimmer werden, sind Marroni eine hilfreiche Unterstützung.
Im Gegensatz zur Edelkastanie, die ein Buchengewächs ist, kennt man in China die Wasserkastanie. Sie sieht unseren Marroni zwar äusserlich ähnlich, ist aber keine Frucht, sondern die Rhizomknolle einer Wasserpflanze. Sie ist kühl und wirkt erfrischend und befeuchtend. Bei uns ist sie nur in Dosen erhältlich.
Marroni vom Stand oder selbst geröstet sowie Vermicelles sind bei uns sicher die beliebtesten Formen des Verzehrs. Marroni können aber auch in der salzigen Küche eine Rolle übernehmen. Sie machen sich gut in einem Risotto mit Pilzen, passen aber auch zu Wirz, Blumenkohl oder Wurzelgemüse.





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